Der Beitrag gibt in einem ersten Schritt eine kurze Übersicht zur Entwicklungsgeschichte des Wissensmanagements. Zudem wird darauf eingegangen, wie und warum dieser Begriff in pädagogische Kontexte Einzug gehalten hat. In einem zweiten Schritt wird der Nutzen des Wissensmanagement-Begriffs in pädagogischen Kontexten besprochen und dargelegt, inwiefern Wissensmanagement in mehrfacher Hinsicht die Funktion eines Vehikels übernommen hat. Meine These ist, dass Wissensmanagement ein Übergangskonstrukt darstellt, das auch Risiken birgt. An der Stelle kommt die Medienbildung ins Spiel. Wissensmanagement und Medienbildung sind sehr verschiedene Konstrukte, deren Elemente ein Feld aufspannen, in dem man modische Schlagworte und traditionelle Kontroversen ebenso findet wie alte Ideale. Diese sollen in einem dritten Schritt etwas genauer unter die Lupe genommen werden. In einem vierten Schritt wird ein strukturgenetischer Wissensbegriff und damit eine entwicklungspsychologische Perspektive vorgeschlagen – eine Perspektive, die mit der Idee der Bildung kompatibel und in der Lage ist, eine ausbaufähige theoretische Grundlage für verschiedene Fragen im Umgang mit Wissen und Medien in unserer heutigen Gesellschaft bereitzustellen. Der Beitrag endet mit einigen Folgerungen aus den besprochenen Punkten.
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Nov 07
Wissensmanagement oder die Koalition zwischen Lernen (Bildung) und Gewinnen (Unternehmenserfolg)
Wenn WissensarbeiterInnen eigenverantwortlich gestaltend tätig sein sollen, bedarf es auch der Selbstkompetenz der WissensarbeiterInnen. Auf der Ebene der Einzelperson zählt aber nicht nur die richtige Strategie, sondern auch die individuelle Fähigkeit, Neues zuzulassen. Inspirationsfähigkeit und Kreativität sind neben guten Wissensstrategien und Lernmethoden unerlässliche Schlüsselfähigkeiten geworden. Der erste Teil dieser Artikelserie startet mit einer allgemeinen Standortbestimmung. Das dieser Serie zu Grunde liegende Konzept folgt den Fragestellungen: Wie wird Wissen erworben, verarbeitet und gesichert? Wann wird Wissen eingesetzt, benutzt bzw. entsorgt? Wie kann der Prozess und die Generierung des Wissens optimiert werden? Der Ausgangspunkt ist der Mensch und seine Bildung: Der Mensch verfügt über intellektuelle. emotionale, soziale sowie motorische und praktische Kompetenzen. Alle Anteile sind den individuellen Potenzialen entsprechend zu erkennen und sollen genutzt werden. Hier setzt Persönliches Wissensmanagement an.